Am Morgen des 18.07.2026 war es wieder soweit: rund 30 Jugendfeuerwehrmitglieder übernahmen mit ihren Betreuer/innen den Wachbetrieb am Gerätehaus "Zum Regiopark" und verwandelten ab 10 Uhr für 24 Stunden den Standort in eine "Berufsfeuerwehrwache", samt Übernachtung im Gerätehaus, sowie ausrücken zu simulierten Einsatzstellen.
Nachdem im letzten Jahr der eigentlich jährliche "Berufsfeuerwehr-Tag" (BF-Tag) pausierte, wurde der diesjährige mit einigen organisatorischen Änderungen begonnen, wie auch Stadtjugendfeuerwehrwart Julian Jungheim beschreibt: "In der Durchführung der BF-Tage sind wir eigentlich alte Hasen und haben konzeptionell uns über die Jahre stetig positiv weiterentwickelt. Für den bevorstehenden 3. BF-Tag den wir vom Standort Zum Regiopark starteten setzten wir nicht mehr auf klassische Lautsprecherdurchsagen, sondern auf eigene Pieper die die Jugendliche den Tag über bei sich trugen. Auch verfolgten wir das Prinzip das weniger mehr ist und statt zuvieler Einsätze auf den Übungseffekt bei den stattgefunden wenigeren Einsätzen gesetzt wurde."
Nach der klassischen Begrüßung ging es für die Wachmannschaft an die Fahrzeugkontrolle und -übernahme: das Material der Fahrzeuge wurde auf Funktionstüchtigkeit und Vollständigkeit überprüft und die ersten Einsätze ließen auch nicht lange auf sich warten, sodass das erste Löschfahrzeug, mit späterer Unterstützung des Einsatzleitwagens, zu einer Betriebsmittelverschmutzung ausrücken musste und das zweite Löschfahrzeug zu einer Gefahrenstelle aufgrund eines umgestürzten Baumes.
Zur Freude aller blieb es während des Mittagessen ruhig, aber direkt im Anschluss war die gesamte Wachabteilung bei einem Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen auf der Kelzenberger Straße gefragt. Routiniert betreuten die Jugendlichen die Verletzten, überlegten sich Taktiken zum Retten der eingeschlossenen Personen und konnten nach rund 30 Minuten "Einsatz Ende" melden.
Während beim normalen Wachbetrieb alle eingesetzten Fahrzeuge, samt Drehleiter, zu weiteren Kleineinsätzen ausrücken mussten, erfolgte gegen 16:30 Uhr die Alarmierung zu einem Großeinsatz: Es sollte in der Gesamtschule Hochneukirch brennen. Nach einer Erkundung wurde auch hier schnell die Einsatztaktiken festgelegt: die Drehleiter übernahm die Menschenrettung aus dem 1. Obergeschoss der Schule, während die Trupps der beiden Löschfahrzeuge, ausgestattet mit den Jugendfeuerwehr eigenen Atemschutzgeräten, zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in das Erdgeschoss vorgingen. Um den Jugendlichen die Sichtbedingungen bei Rauch zu simuilieren trugen die vorgehenden Trupps spezielle Masken mit denen keine Sicht möglich war. Die geladenenen Vertreter des Sicherheitsausschusses der Stadt Jüchen konnten sich hier ein Bild von der Leistungsfähigkeit der Nachwuchsretter machen.
"Fertig" vom letzten Einsatz durfte das Abendessen nicht fehlen, welches durch den Leiter der Feuerwehr Heinz Dieter Abels gemeinsam mit Mitgliedern der Jugendfeuerwehr zubereitet wurde.
Nach einem Gefahrguteinsatz und zwei Kleineinsätzen blieb es die Nacht über ruhig -mit Ausnahme der angeregten Unterhaltungen der Jugendlichen aus den Schlafräumen-. Am Morgen startete das Einsatzaufkommen mit einer Personensuche, sowie noch zwei Kleineinsätzen die kurz vor dem Schichtende abgearbeitet werden konnten.
Mit positiven Eindrücken und dem gemeinsamen Aufräumen, konnte die Schicht fast pünktlich am 19.07. gegen 10:00 Uhr beendet werden. Auch das Betreuerteam rund um die Jugendfeuerwehr-Leitung zog ein positives Feedback.
Bilder sind in unserer Galerie zu finden. Desweiteren hat die Jugendfeuerwehr auf den eigenen Social Media Kanäle einige Reels gepostet.